GEDICHTE
Gedichte
      Liebe
      Angst
      Trauer
      Freundschaft
      Trennung
      Schmerz
      Sprüche
      Gedanken
      Träume
      Sonstiges
      Sehnsucht
      Gefühle
      Hoffnung
Gedicht Charts
Autoren Browser
Gedicht hinzufügen
Gedicht suchen
Neue Gedichte
COMMUNITY
Gedichtfreund finden
Mitglieder Angebote
Mitglieder
Registrierung
BONUSPUNKTE
Wofür gibt es Punkte
Monat Top User
Top User Gesamt
ABOUT
Kontakt zu uns
Impressum
AGB

unbekannt - Ballade vom lieben Augustin Gedicht


Gedichttext: Ballade vom lieben Augustin

Autor: unbekannt

Aus der Kategorie: Sonstiges

hinzugefügt von: Unbekannter Autor

Eingestellt am: 12.08.2008


War einst ein Spielmann im lustigen Wien
Augustin hieß er, und wo er erschien,
lachten die Leute und freuten sich sehr
war doch kein andrer so lustig wie er.

Saß er im Wirtshaus beim funkelndem Wein,
trank er so lang bis kein Heller² mehr sein
Siehe, da sang er mit fröhlichem Sinn:
"O du lieber Augustin alles ist hin".

Kommt doch für jeden die Zeit auf der Welt,
dass ihm sein Glück auf ein Häufchen zerfällt.
Wohl ihm vermag er mit trostes Gewinn,
fröhlich zu singen dann:"Alles ist hin".

Einst schlich Frau Pest sich nach Wien in die Stadt,
Tausende fraß sie und fraß sich nicht satt.
Bald gab's kein Haus wo der Tod nicht erschien,
Schreckenerstarrt lag das lachende Wien.

Einen nur gab's der den Mut nicht verlor,
Dudelsackpfeifent und keck wie zuvor.
Blieb nur Freund Augustin immer bereit,
lustig zu sein in der schrecklichen Zeit.

Einmal geschah's und es war in der Nacht,
Augustin gab auf dem Heimweg nicht acht,
war ganz beseliegt von Mondschein und Wein,
fiel in ein Pestloch - mitten hinein.

Tote auf Toten dort lagen zuhauf,
Augustin purzelte mitten darauf.
Aber er sagte:"Was schert mich die Pest?",
schlief dann so fest wie die Ratten im Nest.

Tote auf Tote noch warf man zuhauf,
Plumps!Auf den schlafenden Spielmann hinauf.
Aber als Augustin Morgens erwacht'
sprach er:"Ich schlief eine köstliche Nacht."

Als mann dann nahte nmit Grabesgesang
schollt aus der Grube ein Dudelsackglang.
"Jesus, Maria wer ist denn da drin?"
"Augustin",schrie er,"und alles ist hin!"

Solcherlei Fröhlichkeit wirkte mit Macht,
dass selbst zwei Tote noch lachend erwacht.
Lachend ergriff man ein rettendes Seil,
zog aus dem Pestloch sie munter und heil.

Als dann Frau Pest von der Sache erfuhr,
sprach sie zum Tod:"Das ist Wiener Harmur
solcher Harmur ist mir grässlich verhasst
komm, lass uns anderswo weilen zu Gast.

Fluchend verließ sie die lachende Stadt,
hungrige Pest wird vom lachen nicht satt.
Funkelnder Wein und der rechte Humor,
treibt selbst die Pest und den Tod aus dem Tor.

Mit dem nachfolgenden Link kommst du direkt zu diesem Gedicht:

<a href="http://www.1a-gedichte.com/unbekannt/ballade-vom-lieben-augustin-3172" target="_blank">unbekannt - Ballade vom lieben Augustin</a>

Noch nicht registriert?


0 USER ONLINE